Bildungsarbeit in Berufsschulen zum sensiblen Umgang mit dem 7. Oktober 2023 und seinen Folgen
In zwei Workshops am 10. Oktober in Hamburg und am 12. Dezember 2025 in Leipzig lernten Berufsschullehrkräfte praxisorientierte Ansätze für die Thematisierung und Sensibilisierung im Umgang mit den Ereignissen des 7. Oktobers 2023 in Israel und mit Antisemitismus in Deutschland kennen.
Zwei Jahre nach dem terroristischen Überfall der Hamas auf Israel sind die Konfliktlinien bezüglich dieses Angriffs und des anschließenden Krieges in Deutschland deutlich spürbar. Dazu gehören zunehmende antisemitische Übergriffe sowie polarisierende Diskussionen über die Situation in Gaza und der gesamten Region. Diese Entwicklungen stellen Fachkräfte in der Berufsbildung vor die Herausforderung, wie sie im Unterricht sensibel und angemessen auf die Ereignisse des 7. Oktober und Antisemitismus eingehen können.
Im Rahmen des ConAct-Projekts „Sichtbar Handeln! Gegen Antisemitismus.“ erhielten rund 20 Teilnehmende der Workshops im Oktober und Dezember 2025 eine Einführung in die Ereignisse des 7. Oktober, deren Folgen sowie in die Themen Antisemitismus und Israelfeindschaft. Organisiert wurden die Veranstaltungen vom Israelprogramm in der Berufsbildung in Zusammenarbeit mit ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch.
Den Teilnehmenden arbeiteten mit der Methodensammlung des Projekts „Sichtbar Handeln! Gegen Antisemitismus“ zu antisemitismussensibler Bildungs- und Begegnungsarbeit sowie der Handreichung „Bildung und Begegnung nach dem 7. Oktober“. Dabei erarbeiteten sie sich einen pädagogisch verantwortungsvollen Umgang mit den Ereignissen des 7. Oktober und reflektierten anhand von Fallbeispielen antisemitischer Vorfälle Handlungsmöglichkeiten und Erkennungsmerkmale.
Besonders geschätzt wurden der Wissensgewinn und die Möglichkeit, sich mit anderen Fachkräften der beruflichen Bildung sowie der Bildungs- und Austauscharbeit auszutauschen. Der Workshop bot den Teilnehmenden praktische Orientierung, um Antisemitismus und Israelfeindschaft zu erkennen und im Unterricht gezielt anzusprechen. Zudem unterstützte die methodische Arbeit sie dabei, sich sicherer auf die Vorbereitung und Begleitung künftiger deutsch-israelischer Austauschgruppen vorzubereiten.










