„Nature Heals“ – Kraft schöpfen in der Natur
Die „Society for the Protection of Nature in Israel“ zu Gast in Thüringen
Naturfreundejugend Thüringen und The Society for the Protection of Nature in Israel (SPNI)




Ende Oktober 2024 reiste eine Delegation der Society for the Protection of Nature in Israel (SPNI) auf Einladung der Naturfreundejugend Thüringen nach Deutschland. Die Gruppe bestand aus jungen Erwachsenen im Alter von 20 bis 27 Jahren, die zu Beginn des Krieges evakuiert wurden – vor allem aus den Gebieten rund um den Gazastreifen.
Abstand gewinnen und durchatmen. Hauptziel der Reise war es, den jungen Erwachsenen aus den evakuierten Gemeinden eine Pause vom herausfordernden Alltag zu ermöglichen. Hier bot sich ihnen der nötige Abstand um behutsam anzufangen, in einer sicheren Umgebung ihre Erlebnisse seit dem 7. Oktober zu verarbeiten. Der Austausch mit Gleichaltrigen, die ähnliche Herausforderungen durchlebt hatten, spielte dabei eine zentrale Rolle. Bereits in der Vorbereitungsphase trafen sich die Teilnehmenden mit einer Sozialarbeiterin. Sie begegnete ihnen mit einem offenen Ohr für alle Sorgen und Herausforderungen und half ihnen dabei, Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.
Kraft schöpfen in der Natur. Das einwöchige Programm arbeitete mit methodischen Ansätzen des „Nature Heals“-Programms der SPNI, das in Israel bereits seit über einem Jahr für die pädagogische Arbeit genutzt wird. Das Angebot verfolgt den Ansatz, die Natur als Mittel für die Stärkung psychischer und physischer Resilienz zu nutzen. Im Rahmen des Austauschs bekam die Gruppe einen Eindruck von der Flora und Fauna Thüringens. Dazu gehörte auch eine Wanderung durch das „Grüne Band“ – das ehemalige Grenzgebiet zwischen Ost- und Westdeutschland, das heute als renaturiertes Schutzgebiet bewandert werden kann.
Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse. Ausgangspunkt der Gespräche und Begegnungen waren die Ereignisse des 7. Oktober. Hier bot sich den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, ihre belastenden Erfahrungen in Worte zu fassen und miteinander zu teilen. Der geschützte Raum ermöglichte es ihnen, sich zu öffnen und einen inneren Reflexionsprozess anzustoßen.
Projektvorstellung: Gili Bezalel, The Society for the Protection of Nature in Israel





