Veranstaltungsarchiv

Freiwilligen-Organisationen begrüßen Überlegungen zur Bilateralität der Freiwilligendienste

25 Vertreterinnen und Vertreter von Entsendeorganisationen junger deutscher Freiwilliger nach Israel wollen gegenseitig vom Erfahrungsaustausch profitieren und stärker zusammenarbeiten. Dies war das Ergebnis eines Vernetzungsseminars, zu dem ConAct vom 15. – 17. November 2006 nach Lutherstadt Wittenberg eingeladen hatte. 

Zu aktuellen Fragen der Freiwilligendienste in Israel berichtete die Mitarbeiterin des israelischen Wohlfahrtsministeriums, Dina Lutati, von der fortlaufend engagierten Arbeit deutscher Freiwilliger in zivilgesellschaftlichen Projekten in Israel. Die Nachfrage zur Teilnahme an den vom Bundesjugendministerium geförderten Begleitseminaren für junge Freiwillige in Israel beschrieben die zuständigen Mitarbeiter/-innen der Bildungszentren Beit Ruthenberg und DIALOG, die die Begleitseminare ausrichten, als nachhaltig und zahlreich. 

Bereichernd und neu war die Teilnahme zweier junger israelischer Freiwilliger: Eine jüdische und eine arabische Israelin leisten derzeit einen einjährigen Freiwilligendienst beim Jugendinformationszentrum in München. Beide sind begeistert von den Möglichkeiten der Begegnung und des Lernens in Deutschland und wünschten, mehr junge Israelis könnten eine solche Chance zu nachhaltigen Erfahrungen in Deutschland bekommen. Sie unterstützen damit Überlegungen für ein Pilotprogramm, welches die Entsendung von Freiwilligen zu mittelfristigen Diensten in beide Richtungen - nach Israel und Deutschland – möglich machen soll. Damit bekämen im deutsch-israelischen Kontext auch die Freiwilligendienste eine Form der Gegenseitigkeit, in der den gegenwärtig 700 deutschen Freiwilligen in Israel dann mehr als eine Hand voll israelische Freiwillige in Deutschland gegenüber stünden.

Eine Dokumentation des Seminars wird derzeit erstellt.