ConAct-News

Nach dem Angriff auf Israel – Stimmen aus Jugendarbeit und Gesellschaft

Online-Gespräch mit Yuval Haran

Bereits wenige Tage nach den Angriffen der Hamas auf Israel lud ConAct Fachkräfte im Deutsch-Israelischen Jugendaustausch zu einer aktuellen Stunde mit Partner*innen vom Verband der Israelischen Jugendbewegungen ein. Hierbei wurden der Bedarf und das Interesse deutlich, in dieser Krisenzeit im engen Austausch miteinander und mit ConAct zu stehen und Stimmen aus Israel zu hören. Vor diesem Hintergrund finden in diesen Wochen eine Reihe digitaler Angebote von ConAct mit Menschen aus der israelischen Jugendarbeit und Gesellschaft statt.

Am 3. Juni setzte ConAct die Gesprächsreihe mit Yuval Haran fort. Der 37-jährige aus dem Kibbuz Be’eri berichtete davon, wie bei dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober sein Vater, sein Onkel und seine Tante getötet wurden. Sieben Familienmitglieder wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Nach 50 Tagen wurden sechs von ihnen im Rahmen eines Abkommens freigelassen, während sein Schwager Tal als Geisel in Gaza verblieb. 

Yuval sprach über sein Engagement im Hostage and Missing Families Forum, in dem Angehörige der Geiseln und Vermissten sowie viele weitere Freiwillige engagiert sind. Mit vielen öffentlichkeitswirksamen Aktionen wie der Einrichtungen des „Platzes des Geiseln“ in Tel Aviv, die Nachahmung in anderen Städten wie Berlin gefunden hat, versucht das Forum, das Schicksal der Geiseln in Fokus zu rücken. Auch ein Marsch der Angehörigen nach Jerusalem, bei dem sich Tausende Israelis anschlossen, diente diesem Zweck. Damit sollen Entscheidungsträger in Israel und weltweit dazu bewegt werden, alles für die Befreiung der Geiseln zu tun.

Wiederholt machte Yuval klar, dass die Rückkehr der Geiseln nicht nur ein persönliches Anliegen der Angehörigen, sondern eine universale, humanistische Forderung sei, die nicht instrumentalisiert werden dürfe: „There is nothing political about the hostages“. Er hoffe, so Yuval, seinen Schwager Tal bald wieder in die Arme schließen zu dürfen. Der von US-Präsident Biden wenige Tage vor dem Gespräch veröffentlichte Entwurf für ein Abkommen zur Freilassung der Geiseln und für einen Waffenstillstand gebe zumindest Anlass zur Hoffnung.

Folgende Gespräche fanden bisher statt:

  1. Tal Madar
  2. Grisha Alroi-Arloser
  3. Polly Bronstein
  4. Vertreter*innen der israelischen Jugendbewegungen
  5. Uriel Kashi
  6. Anita Haviv-Horiner
  7. Verschiedene Gesprächspartner*innen aus Israel in Berlin
  8. Tlalit Kitzoni
  9. Ofer Waldman
  10. Miriam Awad Morad
  11. Georg Rößler
  12. Keren Pardo
  13. Dina Dror
  14. David Krausz
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