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Fachausschuss für den deutsch-israelischen Jugendaustausch tagte in Jerusalem: Jugendaustausch bereitet sich auf das Jubiläumsjahr vor – rund 320 Projekte für 2015 geplant

Der deutsch-israelische Jugendaustausch ist lebendig und lebt von den aktiven und beständigen Partnerschaften zwischen deutschen und israelischen Trägern. Dies würdigten die Mitglieder des Gemischten Fachausschusses für den deutsch-israelischen Jugendaustausch in ihrer jährlichen Sitzung, die vom 2. bis 5. Dezember 2014 in Jerusalem stattfand.

Wie immer kamen die Vertreter/innen der im außerschulischen Jugendaustausch zwischen Deutschland und Israel vertretenen Strukturen für drei Tage zusammen, um aktuelle Herausforderungen und neue Entwicklungen im Jugendaustausch zu besprechen. Dabei waren der Deutsche Bundesjugendring und der israelische Verband der Jugendbewegungen ebenso involviert wie Vertreter/innen der Städte und Kommunen beider Länder, die Deutsche Sportjugend und der Zusammenschluss des Israelischen Sports vertreten durch den Verband Maccabi.

ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch stellte gemeinsam mit seinem israelischen Partner, der Israel Youth Exchange Authority, die erfolgreiche Arbeit des vergangenen Jahres zur Unterstützung der Jugendkontakte vor. Aufgrund der angespannten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen in Israel im Sommer 2014 wurden einige Programme abgesagt oder vertagt. Gleichzeitig bestehen viele langjährige Partnerschaften, die über solche herausfordernden Zeiten hinweg die Kontakte tragen. Auch erfreut sich der Austausch einer stetigen Erweiterung durch neue Verbände und Partnerschaften – auch im Jahr 2014 konnten wieder 11 neue Kooperationen zwischen deutschen und israelischen Trägern begründet werden.

Für das Jahr 2015 sind rund 320 Austauschprojekte für Jugendliche und Fachkräfte der Jugendarbeit zur Förderung aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vorgesehen. Es wurde angeregt, sowohl den 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz als auch das Jubiläum des 50-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel im Jahr 2015 inhaltlich in die Austauschmaßnahmen einzubeziehen. Die Vertreter des Bundesjugendministeriums und der Israel Youth Exchange Authority bedankten sich als Vorsitzende des deutsch-israelischen Fachausschusses für die vielfältige und wichtige Arbeit, die im Jugendaustausch geleistet wird und wünschten für die Programme im Jahr 2015 gutes Gelingen.

 

Bildinformationen
Haim Cohen (sitzend links, Israel Youth Exchange Authority) und Thomas Thomer (sitzend Mitte, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) mit Vertreter/innen des Gemischten Fachausschusses für den deutsch-isarelischen Jugendaustausch nach der Unterzeichnung des Sitzungsprotokolls im Dezember 2014 in Jerusalem. | Foto: © ConAct