Sichtbar Handeln! Umgehen mit Antisemitismus in Jugend- und Bildungsarbeit
| Datum | 23.–27.03.2026 |
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| Ort | Lutherstadt Wittenberg, Israel, Berlin |
ConAct bietet 2026 neue Runde des Diskursprojekts zur Qualifizierung von Fachkräften in Deutschland an: eine Seminarwoche in Deutschland verbunden mit einer Begegnungsreise nach Israel und einem Seminar zum Transfer in die Praxis.
Antisemitische und israelfeindliche Einstellungen sind in Deutschland zunehmend verbreitet. Negative Zuschreibungen, Verschwörungsmythen und Hetze gegen Jüdinnen*Juden zeigen immer wieder aufs Neue, wie virulent das Problem ist. Die stark gestiegenen Zahlen antisemitischer Vorfälle in Deutschland nach dem terroristischen Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 und dem daraus resultierenden Krieg im Gazastreifen verweisen einmal mehr auf Brisanz und Aktualität von Antisemitismus.
Auch Fachkräfte der Jugend- und Bildungsarbeit sind mit verschiedenen Formen von Antisemitismus konfrontiert. In ihrer täglichen Arbeit stehen sie häufig abwertenden und bisweilen aggressiven Äußerungen gegen Jüdinnen*Juden und Israel gegenüber, denen nicht immer leicht zu begegnen ist. Vielfach besteht vor allem Unsicherheit, wie auf tradierte Negativbilder von „den Juden“, auf israelfeindliche Äußerungen oder Verleugnungen der nationalsozialistischen Judenverfolgung reagiert werden kann.
Das Diskursprojekt „Sichtbar Handeln! Umgehen mit Antisemitismus in Jugend- und Bildungsarbeit“ ist ein fachliches Lern- und Diskursangebot zur Arbeit gegen Antisemitismus sowie Israelfeindschaft und verbindet Einheiten zum Wissenserwerb, zur Selbstreflexion und zum Perspektivwechsel. Das Angebot besteht aus drei obligatorischen Modulen: einem einwöchigen Seminarteil in Deutschland (Modul I), einer Begegnungsreise nach Israel (Modul II) und einem Seminar zum Wissenstransfer in die Praxis (Modul III).
Inhalte und Lernziele des Diskursprojekts:
- Wissensaneignung zur Geschichte und Gegenwart, zu Erscheinungsformen und Funktionen von Antisemitismus
- Handlungsoptionen zum pädagogischen Umgang mit Antisemitismus
- Kennenlernen jüdischer Geschichte und Gegenwart in Deutschland und Israel
- Auseinandersetzung mit der Geschichte von Nationalsozialismus und Shoah
- Kennenlernen der vielfältigen israelischen Gesellschaft
- Einblicke in israelische Diskurse und den Lebensalltag vor Ort
- Herausforderungen nach dem 7. Oktober 2023 in der Jugend- und Bildungsarbeit
- Projektbesuche in Israel und Austausch mit israelischen Fachkräften aus der Jugend- und Bildungsarbeit
- Entwicklung von (Bildungs-)Konzepten und Projektideen für den eigenen trägerspezifischen Arbeitsalltag
Termine 2026
- MODUL I 23.–27.03.2026 in Lutherstadt Wittenberg: Seminarwoche zu Antisemitismus – Geschichte, aktuelle Erscheinungsformen und pädagogische Handlungsmöglichkeiten
- MODUL II 01.–07.06.2026 in Israel: Begegnungsreise in die vielfältige Gesellschaft Israels (unter dem Vorbehalt aktueller Entwicklungen)+ Vorbereitungstreffen am Abflugort (vorauss. Berlin, 31.05.2026)
- MODUL III 16.–18.09.2026 in Berlin: Wissenstransfer in die Praxis
Weitere Informationen
Bitte beachten Sie: Eine Anmeldung zum Diskursprojekt 2026 ist nicht länger möglich. Wenn Sie an der Teilnahme am Diskursprojekt und/oder anderen Veranstaltungen des Themenfeldes interessiert sind, können Sie sich gerne auf der Liste für Interessent*innen eintragen, um über kommende Durchgänge von Fortbildungen informiert zu werden.
KONTAKT: Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich gerne an Judith Schweiger und Ilira Aliai.
Mehr über das von ConAct realisierte Projekt „Sichtbar Handeln! Umgehen mit Antisemitismus in Jugend- und Bildungsarbeit“ erfahren Sie unter www.Sichtbar-Handeln.org.
Das Projekt „Sichtbar Handeln! Umgehen mit Antisemitismus in Jugend- und Bildungsarbeit“ wird von ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch in Kooperation mit der Israel Youth Exchange Authority und dem Council of Youth Movements seit 2020 realisiert. Es wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.







