Veranstaltungsarchiv

Gemischter Fachausschuss für den deutsch-israelischen Jugendaustausch tagte in Haifa

360 Programme für den Jugendaustausch zur Förderung 2017 vorgeschlagen

Der deutsch-israelische Jugendaustausch wird seit nunmehr 15 Jahren intensiv begleitet und gefördert durch ConAct in Zusammenarbeit mit der Israel Youth Exchange Authority (IYEA). Zu diesem Jubiläum gratulierte der gemischte Fachausschuss für den deutsch-israelischen Jugendaustausch auf seiner jährlichen Sitzung, die vom 5. – 8. Dezember 2016 in Haifa, Israel stattfand.  Der Fachausschuss dankte ConAct und der IYEA für die engagierte und qualifizierte Arbeit. Diese Arbeit habe nicht nur dazu beigetragen, den Jugendaustausch in schwierigen Zeiten zu stützen, sondern habe darüber hinaus zahlreiche inhaltliche und vernetzende Impulse gesetzt und neue Partnerschaften geschaffen. Der Fachausschuss würdigte die anlässlich des Jubiläums veröffentlichte Broschüre „15 Jahre ConAct – Highlights, Arbeitsprozesse, Perspektiven“, in der wichtige Ausschnitte der richtungsweisenden Arbeit vorgestellt sind.

Wie immer kamen die Vertreter*innen der im außerschulischen Jugendaustausch zwischen Deutschland und Israel vertretenen Strukturen für drei Tage zusammen, um aktuelle Herausforderungen und neue Entwicklungen im Jugendaustausch zu besprechen. Dabei waren der Deutsche Bundesjugendring und der israelische Verband der Jugendbewegungen ebenso involviert wie Vertreter*innen der Städte und Kommunen beider Länder, die Deutsche Sportjugend und der Zusammenschluss des Israelischen Sports vertreten durch den Verband Maccabi.

Inhaltlich stand in diesem Jahr der aktuelle Themenschwerpunkt der jugendpolitischen Zusammenarbeit beider Länder und das gleichnamige, mehrjährige Projekt „Living Diversity in Germany and Israel – Challenges  and Perspectives for Education and Youth Exchange“ im Mittelpunkt: Seit mehr als einem Jahr arbeitet ein bilaterales Team von ConAct und IYEA am fachlichen Austausch zwischen deutschen und israelischen Jugendorganisationen und Bildungsträgern zu Herausforderungen der diversitätsbewussten Bildungsarbeit in Deutschland und Israel. Auf der Sitzung des Fachausschusses stellte das Team die bisher durchgeführten Veranstaltungen und Zwischenergebnisse dieses fachlichen Diskurses vor. Der Fachausschuss würdigte die bisherigen Schritte und ermutigte zur Intensivierung und Ausweitung der Aktivitäten des Themenschwerpunkts im Jahr 2017. Gerade vor dem Hintergrund der Zunahme menschenfeindlicher Äußerungen und Aktionen in den Gesellschaften weltweit sei es wichtig, nicht darin nachzulassen, aktiv gegen Ausgrenzung, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit sowie Antisemitismus einzutreten und für Demokratie und das zivilgesellschaftliche Miteinander zu wirken. Das Projekt „Living Diversity in Germany and Israel“ leiste hierzu einen wichtigen und sichtbaren Beitrag.

Der Fachausschuss würdigte zudem den deutlichen Anstieg der Anzahl beantragter Begegnungsprogramme für das Jahr 2017. Er empfahl unter Berücksichtigung der qualitativen Anforderungen an bilaterale deutsch-israelische Austauschprogramme, rund 360 Programme für den Jugendaustausch 2017 in die Förderung aufzunehmen. Er dankte den Trägern auf beiden Seiten für ihr großes Engagement im deutsch-israelischen Jugendaustausch. Dieses Engagement und die Kontinuität in der Zusammenarbeit seien angesichts der Terrorvorfälle in Europa aber auch in Deutschland besonders anzuerkennen. Im Jahr 2016 wurden insgesamt rund 260 Begegnungsprogramme in Deutschland und Israel realisiert.