Zwischen Bedrohung, Antisemitismus und Alltag – aktuelle Zugänge zu Bildung und Begegnung im Deutsch-Israelischen Austausch
| Datum | 25.–27.06.2026 |
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| Ort | Kassel |
Die deutsch-israelische Austauscharbeit ist von Offenheit, Vertrauen und einem hohen Maß an Sensibilität im Umgang miteinander geprägt. Fachkräfte in diesem Feld bringen bereits vielfältige Erfahrungen im Umgehen mit Antisemitismus sowie ein ausgeprägtes Bewusstsein für historische und gesellschaftliche Zusammenhänge mit.
Gleichzeitig haben sich die Rahmenbedingungen verändert: Seit dem 7. Oktober 2023 ist ein deutlicher Anstieg antisemitischer Vorfälle in Deutschland zu beobachten – sowohl im öffentlichen Raum als auch im Alltag junger Menschen. Die Entwicklungen im Nahen Osten, schon zuvor ein herausforderndes Thema für die Jugend- und Bildungsarbeit, haben erneut an Aktualität gewonnen. Häufig kommt es in Diskussionen zu Zerrbildern des Konflikts bis hin zu antisemitischen Argumentationen. Vor diesem Hintergrund wächst auch bei Austauschverantwortlichen das Bedürfnis, die eigene Handlungssicherheit weiter zu stärken:
- Wie kann auf antisemitische Äußerungen oder Spannungen sensibel reagiert werden?
- Wie lassen sich auch schwierige Gespräche konstruktiv begleiten?
- Was erleben Betroffene in beiden Ländern und wie kann ein sicherer Raum für alle Teilnehmenden gewährleistet werden?
ConAct lädt Fachkräfte im deutsch-israelischen (Jugend-)Austausch zu einem Methodenseminar ein, das vom 25. bis 27. Juni 2026 in Kassel stattfindet. Im Seminar werden Handreichungen und Methoden zu den Themen Antisemitismus, Israelfeindschaft und Nahostkonflikt vorgestellt und ausprobiert.
- pädagogische Hilfestellungen für die antisemitismussensible Bildungs- und Begegnungsarbeit (Aktualisierte Methodensammlung des Projekts „Sichtbar Handeln! Gegen Antisemitismus.“)
- pädagogische Handlungsoptionen zu Bildung und Begegnung nach dem 7. Oktober (Toolkit: Bildung und Begegnung nach dem 7. Oktober)
- fachlicher Austausch über die Folgen des 7. Oktober und den Umgang damit in Deutschland und in Israel
Weitere Informationen
WER: Für Fachkräfte der Jugend- und Bildungsarbeit und deutsch-israelischer Austauscharbeit
PROGRAMM: Mehr zu den Inhalten des Methodenseminars erhalten Sie nach der Anmeldung.
TEILNAHMEGEBÜHR: Für das Methodenseminar beträgt die Teilnahmegebühr 50 Euro. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Programm sind damit abgedeckt; Fahrtkosten können erstattet werden (Bahn: 2. Klasse).
Bitte beachten Sie, dass für die Übernahme aller Veranstaltungs- (Unterkunft/Verpflegung) und Reisekosten, die Teilnahme an der gesamten Veranstaltung verpflichtend ist. Bei Nicht-Erscheinen oder einer unbegründeten Absage müssen Sie mit der Übernahme der Stornogebühren rechnen.
ANMELDUNG: Bitte melden Sie sich bis zum 17. Mai 2026 über das Anmeldeformular an.
Zum Anmeldeformular
KONTAKT: Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Ilira Aliai (Projektkoordinatorin).
Mehr über das von ConAct realisierte Projekt „Sichtbar Handeln! Umgehen mit Antisemitismus in Jugend- und Bildungsarbeit“ erfahren Sie unter www.Sichtbar-Handeln.org.
Das Projekt „Sichtbar Handeln! Umgehen mit Antisemitismus in Jugend- und Bildungsarbeit“ wird von ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch in Kooperation mit der Israel Youth Exchange Authority und dem Council of Youth Movements seit 2020 realisiert. Es wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.







