Thinktank: Gedenken an die Shoah in schwierigen Zeiten
Ende Juni 2026 trafen sich 20 Expert*innen aus den Bereichen Holocaust-Bildung, Gedenkstättenpädagogik und Jugendaustausch in Deutschland und Israel zu drei intensiven Tagen des Lernens, der Reflexion und des gemeinsamen Nachdenkens. In einer Zeit, in der deutsch-israelische Begegnungen mit neuen Realitäten und Herausforderungen konfrontiert sind, beschäftigten sich die Teilnehmenden des Think Tank mit Fragen, wie das Gedenken an die Shoah auch heute weiterhin historisch kenntnisreich und für junge Menschen bedeutungsvoll gestaltet sein kann:
- Was sind die pädagogischen Implikationen der Ereignisse vom 7. Oktober 2023?
- Welche Herausforderungen bringt die Erinnerungsarbeit in vielfältigen Gesellschaften mit sich?
- Welche verdeckten Herausforderungen entstehen, wenn junge Menschen aus Deutschland und Israel zusammenkommen, um sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen?
- Welche Ideen zu Methoden und bewährten Praktiken für Jugendaustauschprogramme gibt es?
In Fachvorträgen, interaktiven Workshops, Diskussionen in kleinen Gruppen und anregenden Gespräche mit Kolleg*innen vom Deutsch-Griechischen sowie vom Deutsch-Französischen Jugendwerk wurden Vorurteile hinterfragt, Erfahrungen ausgetauscht und neue Perspektiven entwickelt. Der Think Tank ist Teil des laufenden Prozesses, das Handbuch „Gemeinsam erinnern – Brücken bauen“ in eine umfassende digitale Plattform umzuwandeln, die Bildungsmaterialien, Methoden und praktische Anleitungen für deutsch-israelische Jugendbegegnungen bereitstellen wird.
Die Initiative wird in Zusammenarbeit mit der Israel Youth Exchange Authority, dem Bayerischen Jugendring und der Stadtverwaltung von Jerusalem entwickelt. Die Teilnehmenden verließen das Seminar mit neuen Ideen, wertvollen Partnerschaften und neuer Motivation, diese Plattform gemeinsam weiterzuentwickeln.
Haben Sie Ideen zum Themenfeld „Gemeinsam Erinnern“, Hinweise oder Fragen?
Bitte melden Sie sich gerne bei Tlalit.Kitzoni@ConAct-org.de.






