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Wieder präsent: „Sichtbar handeln!“ zwischen Bildung in Deutschland und Begegnung mit Israel

Teilnehmende der Diskursprojekte trafen sich im Oktober in Berlin und Wittenberg

ConAct lud die Teilnehmenden des Diskursprojektes „Sichtbar handeln! Umgehen mit Antisemitismus in Jugend- und Bildungsarbeit“ dazu ein, kurz vor der geplanten Begegnungsreise nach Israel ihre bisher erworbenen Erkenntnisse zu festigen und sich überdies mit der Vielfalt und Komplexität des Landes zu befassen. Während das erste Programm im April und Mai 2021 pandemiebedingt noch im digitalen Raum stattfinden musste, konnten sich die Gruppen von Fachkräften aus der Jugend- und Bildungsarbeit diesmal in Präsenz austauschen – vom 6. bis 8. Oktober in Berlin und vom 25. bis 27. Oktober in der Lutherstadt Wittenberg.

Doppelte Blickrichtung: Im Nachgang zum ersten fünftägigen Seminar zum Thema Antisemitismus im Frühjahr war der besondere Wunsch von vielen deutlich geworden, das komplexe Phänomen des Israelbezogenen Antisemitismus tiefer zu ergründen, das besondere Herausforderungen für die Praxis mit sich zu bringen scheint. Eine zentrale Aufgabe der Bildungsarbeit gegen Antisemitismus ist nicht zuletzt, den Teilnehmenden Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie befähigen Widersprüche zu denken und auszuhalten. Das Diskursprojekt lädt die Teilnehmenden dazu ein, auch die eigenen Standpunkte und Prägungen kritisch zu hinterfragen, um einen Prozess der Selbstreflexion anzuregen und „bei sich selber tiefer nachzuschauen, welche Bilder und Gefühle über Israel da sind und nachzuforschen, woher diese kommen und welche Funktion sie erfüllen“, wie ein*e Teilnehmer*in anmerkte.

Erneut wurden Fragen der Erinnerungskultur in Deutschland mit der jüdischen Vergangenheit und Gegenwart vor Ort verknüpft. Dabei stand die Begegnung mit Menschen im Mittelpunkt, die sich für eine nachhaltige Auseinandersetzung mit der hiesigen jüdischen Geschichte engagieren und die gelebte Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland repräsentieren.

In Vorbereitung auf den zweiten Teil des Projektes – eine Begegnungsreise nach Israel – erhielten die Teilnehmenden durch verschiedene Workshops und Impulsvorträge diesmal auch von israelischen Expert*innen Einblicke in die Geschichte, Gegenwart und Gesellschaft Israels. Sie möchten mehr erfahren? Hier finden Sie einen ausführlichen Bericht.