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Towards the Future of German-Israeli Youth Exchange …

180 junge Menschen trafen sich in Berlin zur Deutsch-Israelischen Jugendkonferenz

Vom 10. bis 13. November fand in Berlin eine bilaterale Jugendkonferenz auf dem Weg zur Errichtung eines Deutsch-Israelischen Jugendwerks statt. Das Bundesminsterium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hatte dazu eingeladen; umgesetzt wurde die Konferenz als gemeinsames Projekt von ConAct und der Israel Youth Exchange Authority. 180 Teilnehmende waren aus allen Teilen Deutschlands und Israels zusammengekommen, um gemeinsam Zukunftsideen für die deutsch-israelischen Jugendkontakte zu entwickeln und weiterzudenken. Sie alle hatten zuvor bereits an einem Jugendaustausch, Schulaustausch, einer Begegnung im Rahmen der Berufsausbildung oder einem Freiwilligendienst teilgenommen und konnten die Erfahrung ihrer Austauscherfahrung in die neuen Konzepte einbringen.

Am 11. November eröffneten Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey und der Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Jeremy Issacharoff, die Deutsch-Israelische Jugendkonferenz. Die Ministerin erinnerte an die besondere Verantwortung Deutschlands und betonte, dass internationaler Jugendaustausch einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten kann: „Wir erleben aktuell, dass der Ton in unserer Gesellschaft, in den Debatten, im Netz rauer wird. Dass Antisemitismus kein Problem der Vergangenheit ist. Darauf müssen wir klare und unmissverständliche Antworten geben. Und dafür braucht es auch Prävention. Zur Prävention gehört, sich kennenzulernen und sich zu begegnen. Ein Deutsch-Israelisches Jugendwerk ist ein wichtiger Schritt, um Begegnungen zu ermöglichen, Vorurteile abzubauen und Konflikten vorzubeugen. Die Jugend kann das Gesicht der Welt verändern. Deshalb fördern wir den internationalen Jugendaustausch.“

Jugendaustausch zwischen Deutschland und Israel gestalten.

Die bilaterale Jugendkonferenz bot den jungen Menschen aus Israel und Deutschland die Möglichkeit, sich aktiv mit Ideen für die zukünftige Arbeit eines Deutsch-Israelischen Jugendwerkes zu beteiligen. Drei Tage lang konnten sie sich über Themen austauschen, die aus ihrer Sicht für die deutsch-israelische Begegnungen und Jugendkontakte eine Rolle spielen sollten und die junge Menschen in Deutschland und Israel bewegen. In so genannten „Topic Labs“ arbeiteten sie zu Themen wie OUR PLANET. OUR MISSION, PAST MEETS PRESENT, A PERFECT MISHMASH oder READY-SET-GIVE. Sie erarbeiteten selbstständig Zukunftsfragen und Recherchestrategien, um ihre Ideen konkretisieren zu können. Dabei hatten sie auch die Möglichkeit, thematische Projekte und Organisationen zu besuchen und sich mit Vertreter*innen aus den Bereichen Austausch, Bildung, Gesellschaft und Politik auszutauschen, um neue Eindrücke und neues Wissen zu erhalten.

Hier können Sie mehr zu den Topic Labs, ihren Leitfragen und den Research Highlights erfahren.

Eine Dokumentation der entstandenen Ideen folgt bald.

Bereits im Januar 2018 hatte sich der Deutsche Bundestag dafür ausgesprochen, den Jugendaustausch zwischen Deutschland und Israel auszubauen und ein Jugendwerk zu gründen. Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey und der israelische Erziehungsminister haben sich am 4. Oktober 2018 auf die Gründung eines Deutsch-Israelischen Jugendwerkes verständigt. Nach der Deutsch-Israelischen Trägerkonferenz im Juni und der Sonderförderung für Austauschprojekte war die Deutsch-Israelische Jugendkonferenz der dritte Baustein im Jahr 2019, um die Vorbereitungen zur Errichtung eines Deutsch-Israelischen Jugendwerks voranzubringen. ConAct war in Kooperation mit der Israel Youth Exchange Authority mit der Ausrichtung dieser Projekte betraut.