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ConAct-Koordinierungsrat tagte in Berlin

Zu seiner jährlichen Sitzung kam das beratende Gremium der Arbeit von ConAct auf Einladung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 28. August 2019 in Berlin zusammen. Wie jedes Jahr nahmen an der Sitzung Vertreter*innen relevanter Strukturen der deutsch-israelischen Begegnungsarbeit teil – der Bundesjugendring und die Sportjugend, ein Vertreter der Bundesländer, der Pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz der Länder, die Deutsch-Israelische Gesellschaft sowie die Träger und Förderer von ConAct. Die Mitglieder des Rates besprachen die aktuellen Entwicklungen aus den verschiedenen Schnittstellen der deutsch-israelischen Austauscharbeit. ConAct konnte von stabil hohen Zahlen an durchgeführten Maßnahmen im deutsch-israelischen Jugendaustausch berichten. Dies spiegelt sich auch im Interesse für die Angebote zur Partnervermittlung, zur Beratung und Qualifizierung von Fachkräften sowie zur Unterstützung für die konkrete Austauscharbeit wider.

Ein wichtiges Thema der Sitzung waren die Entwicklungen im Prozess zur Errichtung eines Deutsch-Israelischen Jugendwerks. Im Oktober 2018 hatte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Franziska Giffey mit dem Israelischen Erziehungsminister Naftali Bennett die Gründung eines Deutsch-Israelischen Jugendwerks verabredet. Noch enger, noch zahlreicher und noch tiefgründiger sollen die Beziehungen zwischen jungen Menschen aus beiden Ländern werden. Das Bundesministerium ermöglicht im Jahr 2019 zu diesem Zweck drei bedeutsame Projekte, über deren Stand und Verlauf das Gremium informiert wurde: Im Juni fand in Berlin eine Deutsch-Israelische Trägerkonferenz statt, an der auch mehrere der Anwesenden teilgenommen hatten. Die Veranstaltung gab Trägern aus den verschiedenen Bereichen der deutsch-israelischen Austauscharbeit die Möglichkeit, zusammenzukommen und gemeinsam die Zukunft des Jugendaustauschs zu diskutieren. Für Begegnungsprojekte, die im Kontext der Errichtung eines Jugendwerks durchgeführt werden, stellte das Ministerium eine Sonderförderung bereit, durch die 39 Projekte gefördert werden. Als dritter Schritt wird im November 2019 eine bilaterale Jugendkonferenz mit 200 jungen Menschen aus Deutschland und Israel stattfinden. ConAct ist mit der Umsetzung der genannten drei Projekte beauftragt.

Ein zweiter thematischer Schwerpunkt der Sitzung war das ConAct-Projekt „Living Diversity in Germany and Israel – Challenges and Perspectives for Education and Youth Exchange“. Im Laufe des letzten Jahres wurden unter dem Motto „Your Story Moves!“  gemeinsam mit Kooperationspartnern in Deutschland und Israel sechs Pilotprojekte durchgeführt, die sich mit individuellen und gesellschaftlichen Migrationsgeschichten in beiden Ländern befassten. Dem Gremium wurden diese Austauschmaßnahmen mit jungen Multiplikator*innen vorgestellt und ihre Ergebnisse diskutiert. Das Projekt „Living Diversity“ endet im Jahr 2019; im November werden auf einer Deutsch-Israelischen Fachtagung in Potsdam die Ergebnisse des mehr als vierjährigen Projekts vorgestellt und wichtige Ergebnisse diskutiert. ConAct ist zuversichtlich, dass sich die Offenheit für die Vielfalt der individuellen und kulturellen Identitäten junger Menschen in beiden Gesellschaften mehr und mehr auch in der Gestaltung deutsch-israelischer Begegnungsprogramme zeigen wird.

Der Koordinierungsrat würdigte die vielgestaltig geleistete Arbeit von ConAct, auch in Kooperation mit der Israel Youth Exchange Authority, und wünschte für alle nächsten Projekte gutes Gelingen.