Veranstaltungsarchiv

Christina Rau zu Gast bei ConAct anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Koordinierungszentrums

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens von ConAct im Herbst 2011 hat Christina Rau am 13. Oktober 2011 die Geschäftsstelle von ConAct im Alten Rathaus in Lutherstadt Wittenberg besucht, um sich über aktuelle Entwicklungen in den deutsch-israelischen Jugendkontakten zu informieren. 

Christina Rau fühlt sich dem Anliegen ihres 2006 verstorbenen Mannes, dem ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau, verbunden, die deutsch- israelischen Beziehungen zu stärken und zu vertiefen. Bei seinem Staatsbesuch in Israel im Jahr 2000 hatte Johannes Rau angeregt, die deutsch–israelischen Jugendkontakte auszubauen und zu vertiefen. Um diesem Auftrag nachzukommen, wurden 2001 in beiden Ländern Koordinierungszentren eingerichtet: Seitdem fördert und berät ConAct bundesweit Träger deutsch-israelischer Jugend- und Fachkräfteprogramme.  

Seit seiner Gründung konnte ConAct 70 neue Projektpartnerschaften  initiieren und mehr als 4000 Fachkräfte der Jugendarbeit aus Deutschland und Israel in rund 100 eigenen Seminarprogrammen zusammenbringen. Im Auftrag des Bundesjugendministeriums fördert ConAct jährlich rund 300 Austauschprojekte mit 7.000 Jugendlichen für Begegnungsprogramme in Deutschland und Israel. 

Das Gespräch zwischen Christina Rau und dem ConAct- Team drehte sich zunächst um die Arbeit von ConAct der letzten Jahre.  Gemeinsam erinnern, Engagement teilen, Vielfalt leben:   Dies waren und sind die großen Themenschwerpunkte der jugendpolitischen Zusammenarbeit mit Israel, die auch in der gleichnamigen deutsch-israelischen Fachtagung anlässlich des 10-jährigen Bestehens von ConAct vom 07. - 09. November 2011 in Wittenberg im Mittelpunkt stehen werden. 

Im zweiten Teil des Gesprächs stellte ConAct das neue deutsch-israelische Freiwilligenprogramm für junge Israelis in Deutschland "Kom-Mit-Nadev" vor. In der langen Geschichte deutsch-israelischer Jugendkontakte lädt das Programm erstmals junge Menschen aus Israel zu Diensten in Projekten der deutschen Zivilgesellschaft ein. 

Sechszehn Freiwillige sind gerade ins 2. Programmjahr des Pilotprojekts gestartet. Die jungen Israelis Mascha (26) aus der Nähe von Haifa und Leeor (23) aus Tel Aviv absolvieren seit September einen Freiwilligendienst in sozialen Einrichtungen in Berlin und berichteten Christina Rau von ihren Erwartungen und der Vielzahl neuer Erfahrungen, die sie in den ersten Wochen in ihrem neuen Umfeld gemacht haben. Christina Rau zeigte sich beeindruckt von den Berichten der Jugendlichen und betonte "wie wichtig es sei, dass sich die jungen Menschen unserer beiden Länder kennen lernen, sich gemeinsam mit der Vergangenheit auseinander setzen und gemeinsam Zukunft suchen.
"Hören Sie hier einen Beitrag von MDR 1 vom 14.Oktober 2011 zum Besuch.