Projekt: „Sichtbar handeln gegen Antisemitismus“ (2020)

Umgehen mit Antisemitismus in Jugend- und Bildungsarbeit

Das Modellprojekt „Sichtbar handeln gegen Antisemitismus“ zielt darauf ab, Fachkräften der Jugend- und Bildungsarbeit in Deutschland einen qualifizierten Lern- und Diskussionskontext zu eröffnen, um die persönliche Sicherheit im Umgehen mit antisemitischen Äußerungen in der Jugend- und Bildungsarbeit zu stärken. Zum einen soll das einjährige Modellprojekt die Möglichkeit bieten, den Wissens- und Erfahrungshorizont auf jüdisches Leben in Deutschland in Vergangenheit und Gegenwart zu erweitern. Zum anderen gilt es, durch Begegnungsreisen nach Israel Innensichten in israelische Diskurse und Lebensalltag anzubieten, Vorbehalte zu thematisieren und bestehende Negativbilder infrage zu stellen und zu diskutieren. Im Rahmen des einjährigen Projekts wird ein Lern- und Diskursangebot für Fachkräfte entwickelt, welches Module für Wissenserwerb, Perspektivwechsel und fachlichen Austausch mit Gesprächspartner*innen in Israel verbindet.

ConAct wird gemeinsam mit der Israel Youth Exchange Authority den bestehenden fachlichen Diskurs zur diskriminierungskritischen Bildungsarbeit intensivieren und das Wirken gegen Antisemitismus stärker in den Mittelpunkt der bilateralen Zusammenarbeit setzen. Vor dem Hintergrund der Geschichte des Nationalsozialismus und der heute zunehmenden antisemitischen und israelfeindlichen Einstellungen in Deutschland unterstreicht dieses Projekt den Wunsch, den Aktionsraum für das Wirken gegen Antisemitismus verstärkt bilateral zu gestalten. So zielt dieses Projekt darauf ab, die Bildungsarbeit gegen Antisemitismus in Deutschland mit dem Feld deutsch-israelischer Zusammenarbeit und Austauschprojekten zu verknüpfen.

Das Projekt soll Fachkräfte der Jugendhilfe, Jugendsozialarbeit und Jugendbildungsarbeit in den Kontexten ihrer täglichen pädagogischen Arbeit mit jungen Menschen bundesweit erreichen. Dazu gehören Fachkräfte der Bildungs- und Jugendarbeit, die bisher noch keine Berührung mit dem Arbeitsfeld der deutsch-jüdisch-israelischen Begegnungsarbeit hatten. Insbesondere Fachkräfte, die mit bildungsbenachteiligten oder aufgrund persönlicher Geschichten israelkritischen jungen Menschen arbeiten, sollen im Laufe des Projekts erreicht werden. In Kooperation mit Gesprächspartner*innen in Israel steht die starke Wirkungskraft der Begegnung im Mittelpunkt dieses Projekts. Langfristig soll das Projekt dazu beitragen, interessierte Fachkräfte dazu zu befähigen, jungen Menschen ihrer Zielgruppe ebenfalls Annäherung an Israel zu ermöglichen.


Für einen tieferen Einblick und mehr Hintergrundinformationen zum Projekt werfen Sie auch gerne einen Blick in den Flyer in deutscher und englischer Sprache, den Sie gerne weiter verteilen können.


(Foto © ConAct)

Neuer Durchgang: Diskursprojekt zur Qualifizierung von Fachkräften in Deutschland
„Handlungsimpulse zum Pädagogischen Umgang mit Antisemitismus“

Unser zweiteiliges Diskursprojekt (30.11.–04.12.2020 in Bremen, Frühjahr 2021 in Israel) ist ein fachliches Lern- und Diskursangebot zur Arbeit gegen Antisemitismus und Israelfeindschaft. Es wird den Teilnehmenden, die noch keine Austauscherfahrungen mit Israel haben, folgende Möglichkeiten bieten:

  • Wissenserwerb, Selbstreflexion und Perspektivwechsel zum Thema Antisemitismus gewinnen
  • Handlungsimpulse, Methoden und Aktivitäten zum pädagogischen Umgang mit Antisemitismus kennenlernen
  • Das im ersten Teil erworbene Wissen mit einer Begegnungsreise nach Israel verbinden
  • Einblicke in die Vielfalt und Innensichten in israelische Diskurse und Lebensalltag gewinnen
  • An lokalen Projektbesuchen teilnehmen, mit israelischen Fachkräften diskutieren und Einblicke in pädagogische Arbeitsmethoden kennenlernen
  • Grundlagen für zukünftige mögliche Kooperationsprojekte (mit Israel) legen

Weitere Informationen zum Diskursprojekt sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.


(Foto © ConAct/Ruthe Zuntz)

Diskursprojekt zur Qualifizierung von Fachkräften in Deutschland
„Handlungsimpulse zum Pädagogischen Umgang mit Antisemitismus“

Unser zweiteiliges Diskursprojekt (21.–25.09.2020 in Weimar, 26.10.–01.11.2020 in Israel) ist ein fachliches Lern- und Diskursangebot zur Arbeit gegen Antisemitismus und Israelfeindschaft. Es wird den Teilnehmenden, die noch keine Austauscherfahrungen mit Israel haben, folgende Möglichkeiten bieten:

  • Wissenserwerb, Selbstreflexion und Perspektivwechsel zum Thema Antisemitismus gewinnen
  • Handlungsimpulse, Methoden und Aktivitäten zum pädagogischen Umgang mit Antisemitismus kennenlernen
  • Das im ersten Teil erworbene Wissen mit einer Begegnungsreise nach Israel verbinden
  • Einblicke in die Vielfalt und Innensichten in israelische Diskurse und Lebensalltag gewinnen
  • An lokalen Projektbesuchen teilnehmen, mit israelischen Fachkräften diskutieren und Einblicke in pädagogische Arbeitsmethoden kennenlernen
  • Grundlagen für zukünftige mögliche Kooperationsprojekte (mit Israel) legen

Weitere Informationen zum Diskursprojekt finden Sie hier.


Wollen Sie mehr erfahren? Auf dieser Website halten wir Sie auf dem Laufenden zu den aktuellen Entwicklungen des Projekts.

Das Modellprojekt „Sichtbar handeln gegen Antisemitismus“ wird von ConAct in Kooperation mit der Israel Youth Exchange Authority realisiert. Es wird im Jahr 2020 aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus gefördert.