Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde im deutsch-israelischen Jugendaustausch,
das Jahr neigt sich dem Ende und hat viele erfreuliche Entwicklungen und neue Schritte in den deutsch-israelischen Jugendkontakten mit sich gebracht. Von einigen dieser Neuigkeiten bei ConAct und bei anderen Trägern soll im letzten Newsletter dieses Jahres berichtet werden: Eine trilinguale Methodensammlung zur Sprachanimation auf Deutsch-Hebräisch-Arabisch ist im Entstehen begriffen, in einer Schreibwerkstatt haben Jugendliche die Basis zur Erarbeitung von Jugendinformationen zu Israel gelegt, deutsche und israelische Partner trafen sich um die Öffnung des deutsch-israelischen Austausches für Jugendliche unterschiedlich kultureller Herkunft zu diskutieren, ein neues Freiwilligenprogramm für junge Israelis in Deutschland wird in wenigen Wochen seine Arbeit aufnehmen und – last but not least - der Gemischte Fachausschuss für den deutsch-israelischen Jugendaustausch empfahl auf seiner jährlichen Sitzung, erneut mehr als 320 Projekte für das Jahr 2010 in die Förderung aufzunehmen.
Wir danken allen Partner/-innen und Freund/-innen im Jugendaustausch für die erneut angenehme und ertragreiche Zusammenarbeit im Jahr 2009. Wir danken dem Israel Youth Exchange Council für die fruchtbare Kooperation, wir danken der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt für die konstruktive Begleitung und den Sozialministerien Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie dem Bundesjugendministerium für die gute Kooperation und finanzielle Unterstützung unserer Arbeit.
Wir wünschen Ihnen und Euch eine leuchtende Weihnachtszeit und Chanukka Sameach!
For the English version, please see below!
Mehr als 320 Projekte zur Förderung im Jahr 2010 vorgeschlagen
Zur jährlichen Sitzung des Gemischten Fachausschusses für den deutsch-israelischen Jugendaustausch vom 07. – 10. Dezember 2009 kamen 15 Vertreter/innen aus dem Feld der deutsch-israelischen Jugendkontakte in Heidelberg zusammen. Vertreter/innen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend waren dabei ebenso vertreten wie Repräsentant/innen der Trägerlandschaft aus Deutschland und Israel.
Auf der Tagesordnung standen zum einen aktuelle Fragestellungen der Jugendpolitik in beiden Ländern und zum anderen neue Entwicklungen im Feld des deutsch-israelischen Jugend- und Fachkräfteaustausches. Hierbei wurden die unterstützende und vernetzende Arbeit von ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch in Zusammenarbeit mit dem Israel Youth Exchange Council im Jahr 2009 gewürdigt und gemeinsame Planungen für 2010 bestätigt. Inhaltlich beschäftigte sich der Fachausschuss erneut mit Fragen der multikulturellen Gesellschaften in beiden Ländern, auf dieser Sitzung im Schwerpunkt mit jüdischem Leben und der Integration jüdischer Einwanderer/innen in Deutschland.
Erfreut wurde zur Kenntnis genommen, dass das Feld deutsch-israelischer Austauschkontakte mit einer zunehmenden Zahl an involvierten Partnern und an geplanten Jugend- und Fachkräfteprogrammen weiter wächst. Für das Jahr 2010 empfahl das bilaterale Gremium, mehr als 320 Projekte in die Förderung aufzunehmen.
Das bilateral unterzeichnete Protokoll der Sitzung finden Sie hier:
auf Deutsch und Hebräisch
Deutsch-Israelischer Austausch mit Jugendlichen
unterschiedlich kultureller Herkunft
Für 4 Tage trafen sich mehr als 75 deutsche und israelische Verantwortliche im deutsch-israelischen Austausch, um gedanklich neue Schritte zu gehen: Wie müssen deutsch-israelische Begegnungskonzepte aussehen, die der multikulturellen Zusammensetzung der heutigen Jugend beider Länder gerecht werden? Welche Herausforderungen birgt das gemeinsame Erinnern an die Shoah mit jungen Menschen unterschiedlich kultureller Herkunft? Und wie überhaupt können wir den deutsch-israelischen Jugendaustausch stärker dem Kontext multikultureller Gesellschaften in Deutschland und Israel öffnen?
Das Programm bot zum einen informative Einheiten zu ausgewählten Gruppen Jugendlicher, die möglicherweise Zielgruppen des deutsch-israelischen Austauschs sein könnten: Auf deutscher Seite gab es Einsichten zu Jugendlichen mit arabischem, jüdischem oder russischem Hintergrund und auf israelischer Seite wurden spezifisch junge Einwanderer/innen aus Russland sowie arabische Jugendliche in den Blick genommen. Darüber hinaus boten Arbeitsgruppen und kreative Workshops die Möglichkeit, sich über die eigene Herkunft und persönliche Kultur auszutauschen, um der immer gegebenen Multikulturalität im Zusammensein von Menschen in unseren Gesellschaften Aufmerksamkeit zu widmen. An einem Seminartag im Haus der Wannseekonferenz wurden aktuelle Ansätze und Fragestellungen zum Thema der Erinnerungsarbeit in den multikulturellen Lebenskontexten Deutschland und Israel vorgestellt und diskutiert.
Die Ergebnisse des Seminars gestalten sich vielschichtig: Gibt es einerseits eine Selbstverständlichkeit in der Offenheit und Ausrichtung deutsch-israelischer Programme auch für Jugendliche unterschiedlich kultureller Herkunft, so wird die Frage der bewussten Öffnung an anderer Stelle durchaus auf ihre Zielsetzung und Sinnhaftigkeit hinterfragt. Gerade auch für das Thema der Erinnerung an die Shoah bedeutet die Öffnung des Jugendaustauschs auch die gedankliche Öffnung für die unterschiedlichen Erfahrungshintergründe und assoziativen Bedeutungen, die die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah für junge Menschen unterschiedlich kultureller Herkunft mit sich bringt – hier unterscheiden sich Bedeutungsaspekte von herkunftsdeutschen Jugendlichen etwa von denen türkisch-deutscher Jugendlicher oder solche von jüdischen Jugendlichen und arabischen Jugendlichen in Israel.
In Arbeitsgruppen wurden zahlreiche Aspekte zusammengetragen und diskutiert, die es im Bereich der Vorbereitung, Planung und Durchführung von Austauschprogrammen dieser bunten Zielgruppe zu berücksichtigen gilt. Viele dieser zusammengetragenen Gesichtspunkte bedürfen sicher der weiteren bilateralen Diskussion. ConAct wird eine Dokumentation des Fachseminars zweisprachig zusammenstellen, die die Basis für nächste Schritte in diesem Themenfeld sein wird.
ConAct erarbeitet derzeit eine Methodensammlung zur Sprachanimation für deutsch-israelische Jugendbegegnungen. In einem ersten Schritt hat dazu im Sommer 2009 eine Methodenwerkstatt zur Sprachanimation stattgefunden. Ein tri-linguales Team (Deutsch, Hebräisch, Arabisch), bestehend aus Pädagog/innen, Sprachlehrer/innen und Trainer/innen in der außerschulischen Bildungsarbeit, erarbeitete in dieser ersten kreativen Phase mehr als 30 Methoden für die Sprachanimation.
In einer nächsten Phase sollen die entwickelten Methoden erprobt und gegebenenfalls modifiziert werden. Ziel ist es, schließlich allen Interessierten im Bereich der deutsch-israelischen Jugendkontakte diese Methoden zugänglich zu machen.
Sie führen in der nächsten Zeit eine Jugendbegegnung im Raum Berlin-Brandenburg oder Sachsen-Anhalt durch?
Dann kontaktieren Sie uns, wenn Sie Interesse haben, in der Erprobungsphase mitzuwirken. Vielen Dank!
Alle Beteiligten werteten die Schreibwerkstatt als einen großen Erfolg: Insgesamt entstanden mehr als 50 Texte, die für eine Veröffentlichung vorgesehen sind. Die Schreibwerkstatt fand im Rahmen eines Buchprojekts zu Israel statt. In Kooperation mit der Neuen Darmstädter Verlagsanstalt (NDV) plant ConAct im kommenden Jahr die Veröffentlichung eines Buches über Israel für junge Leser und Leserinnen in Deutschland. Das Buch soll das Interesse deutscher Jugendlicher an Israel wecken sowie in jugendgemäßer Sprache ein Grundwissen zur Geschichte, Gegenwart, Gesellschaft und Leben in Israel vermitteln.
Studienreise der Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit ConAct
Wie unterscheiden sich gesellschaftliche und politische Zukunftsvisionen säkularer und religiöser junger Israelis? Welche Zukunftsvorstellungen haben junge Menschen in Israel angesichts des nicht enden wollenden Konflikts mit den Palästinensern? Welche Identität können junge Palästinenser mit israelischem Pass im jüdischen Staat finden? Was unterscheidet junge Israelis und junge Palästinenser von Jugendlichen in Deutschland und welche Bilder von Deutschland bestehen?
Diese und andere Fragen stellten 20 junge Multiplikator/innen aus Jugendarbeit, Schule und Journalismus während der 12-tägigen Studienreise. Sie führten Gespräche mit überwiegend jüngeren Menschen aus verschiedenen Lebens- und Gesellschaftskontexten in Israel und lernten jüdische und arabische Projekte für und mit Jugendlichen kennen. Die Möglichkeit, inhaltliche Anregungen für bestehende oder neue deutsch-israelische Kooperationen zu gewinnen, wurde dabei nachhaltig genutzt.
Wir danken der Bundeszentrale für politische Bildung für diese gelungene Kooperation und freuen uns auf ein nächstes gemeinsames Projekt dieser Art.
Die Israelisch-Deutsche Gesellschaft lud am 14. Oktober 2009 zum Israeli-German Networking Forum in die Räume des Goethe-Instituts in Tel Aviv ein und konnte sich über großes Interesse an der Veranstaltung freuen. Die Veranstaltung wurde als Plattform bilateraler, deutsch-israelischer Kontakte in allen gesellschaftlichen Feldern (Jugendaustausch, Wissenschaft, Medien, Politik.) konzipiert und richtete sich an Institutionen, Organisationen sowie engagierte Personen im Feld der deutsch-israelischen Zusammenarbeit. Präsentiert wurden Workshops, Projektvorstellungen, Podiumsdiskussionen und Kurzfilme junger deutscher und israelischer Filmemacher/innen. An Infoständen gab es die Möglichkeit, sich informell und individuell auszutauschen und kennenzulernen.
Auch ConAct war auf dem Israeli-German Networking Forum mit einem Workshop vertreten. Gemeinsam mit unserem Partner in Israel – dem Israel Youth Exchange Council – berichteten wir über aktuelle Entwicklungen im deutsch-israelischen Jugendaustausch und Möglichkeiten der Förderung deutsch-israelischer Projekte. Der Workshop stieß auf große Nachfrage bei den Teilnehmer/innen.
Das Israeli-German Networking Forum in Tel Aviv war ein Erfolg und fand auch auf höchster diplomatischer Ebene viel Zuspruch. Dr. Dr. h.c. Harald Kindermann, deutscher Botschafter in Tel Aviv, hielt neben Avi Primor, Präsident der Israelisch-Deutschen Gesellschaft und ehemaliger israelischer Botschafter in Deutschland, ein herzliches Grußwort zum Auftakt der Veranstaltung. Am Abend lud er die Teilnehmer/innen des Netzwerktreffens auch zum jährlichen Empfang der Deutschen Botschaft in Tel Aviv ein.
Auch in diesem Jahr gibt es ihn wieder - den kleinen Taschen-Faltkalender für 2009/2010 mit Feiertagen und Ferienterminen in Deutschland und Israel. Er ist hilfreich für Zeitplanungen von Austauschprogrammen und wird auf Wunsch - gern auch zum Weitergeben - von ConAct zugeschickt.
Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie Interesse an dem Kalender haben!
Eine Ausstellung bittet zu Tisch! Und der ist im Jüdischen Museum Berlin reich gedeckt: »Koscher & Co. Über Essen und Religion« spannt den Bogen von den uralten Kulturen Mesopotamiens bis in die unmittelbare Gegenwart der jüdischen Küche. Die Kaschrut, das jüdische Speisegesetz, und alles, was mit Essen im Judentum bis zum heutigen Tag zu tun hat, ist Thema der Ausstellung. Zugleich sucht sie den Vergleich mit anderen Weltreligionen, vor allem mit Christentum, Islam und Hinduismus.
Die Ausstellung ist bis zum 7. Februar 2010 zu sehen.
Kontakt und weitere Informationen:
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin
www.jmberlin.de
Das internationale Begegnungs- und Gästehaus Beit Ben Yehuda in Jerusalem bietet im Februar 2010 wieder einen Winter-Ulpan an. Dieser intensive Hebräisch-Sprachkurs richtet sich an Anfänger/innen und wird umrahmt durch ein kulturelles Angebot, das vom Beit Ben Yehuda organisiert wird.
Kontakt und weitere Information:
Beit Ben Yehuda
Ronit Hazan/Judith Rudolph
28, Ein Gedi, Jerusalem 93383
Tel.: 00972 (0)2 6730124
E-Mail: info (at) beit-ben-yehuda.org
http://www.beit-ben-yehuda.org
Das Förderprogramm Europeans for Peace für internationale Jugendprojekte ist erneut ausgeschrieben worden. Bis zum 15. Januar 2010 können sich Schul- und Jugendgruppen aus Deutschland, Mittel-, Ost-, Südosteuropa oder Israel mit einem gemeinsamen Projektantrag zum Thema „Menschenrechte in Vergangenheit und Gegenwart“ bewerben.
Europeans for Peace ist ein Programm der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und wird von MitOst e.V durchgeführt.
Ausführliche Informationen zum Ausschreibungsthema sowie zur Bewerbung entnehmen Sie bitte der Website www.europeans-for-peace.de.
Viele Gruppenleiter/innen nehmen Workshops in die Programmplanung ihrer deutsch-israelischen Jugendbegegnungen oder Fachkräfteprogramme auf, um der Beschäftigung mit zentralen Fragen einen angemessenen Rahmen zu geben. Workshops müssen gut vorbereitet sein und eignen sich in besonderer Weise für gruppendynamisches Lernen. Sie geben die Möglichkeit, komplexe Themen breit aufzurollen, in die Tiefe zu diskutieren und vor allem Raum für persönliche Erfahrungen und Perspektiven zu schaffen.
Eine wertvolle Hilfestellung dafür ist das Buch „Wirksame Workshops – 80 Bausteine für dynamisches Lernen“ des Psychologen Klaus W. Vopel. Es beinhaltet sowohl lernpsychologische Anregungen sowie praktische Ideen für die Workshoparbeit. Vopel möchte sein Buch als eine Werkzeugkiste verstanden wissen: Dementsprechend enthält es eine Vielzahl unterschiedlicher, detailreich beschriebener Methoden - Ice-Breaker, Energizer, Warm-Up-Übungen, Konfliktlöser ect. – die sofort eingesetzt werden können.
Das Buch ist in einer einfachen Sprache gehalten. Theoretische Überlegungen sind knapp, anschaulich und in Alltagssprache formuliert. Deswegen eignet sich das Methodenbuch auch für Gruppenleiter/innen, die bislang wenig praktische Erfahrung mit pädagogischen Methoden und Lernsettings haben. Wichtig jedoch ist, alle Methoden und Übungen zuerst selbst – beispielsweise im Kollegium oder im Fachaustausch mit anderen Interessierten – auszuprobieren, bevor sie eingesetzt werden.
Vopel, Klaus W. (2007): Wirksame Workshops. 80 Bausteine für dynamisches Lernen, Salzhausen: iskopress.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr ConAct-Team
Die Arbeit von ConAct - Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Kooperation mit den Ländern Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. ConAct arbeitet in Trägerschaft der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V.
Dear friends and partners in Israel,
the year of 2009 is drawing to a close - a year which has brought about many gratifying developments and new steps in the field of German-Israeli youth contacts. Some of this news shall be covered in this year’s last newsletter: A trilingual method kit for language animation in German, Hebrew and Arabic is in the making, young Germans and Israelis created the basis for a youth information on Israel during a German-Israeli Writing Lab, German and Israeli partners met in a seminar in order to discuss how to integrate young people of migrant background more successfully into German-Israeli exchange programs. Last but not least the Mixed Commission on German-Israeli youth exchange suggested on its annual meeting in December to include more than 320 German-Israeli projects for funding.
We wish to thank all partners and friends of youth exchange in Israel for the convenient and productive cooperation of this year. We thank the Israel Youth Exchange Council for the fruitful cooperation. Moreover our thanks go to the Protestant Academy of Sachsen-Anhalt for accompanying our work, to the Ministries of Social Affairs of Sachsen-Anhalt and Mecklenburg-Vorpommern for supporting our office and to the German Federal Youth Ministry for the supportive cooperation and financial funding of our work.
We wish to send you all our best wishes for a shining Winter-Christmas-Time and Channukka Sameach!
More than 320 projects recommended to be funded
The annual meeting of the Mixed Commission on German-Israeli youth exchange took place in Heidelberg from 7th to 10th December 2009. 15 representatives of youth work from Germany and Israel as well as representatives of the German Federal Ministry of Family, Senior Citizens, Women and Youth and the Israel Youth Exchange Council participated in the meeting.
Discussions focused on new developments in youth politics in Israel and Germany and on new developments in the field of German-Israeli youth and professional exchanges. The supporting work of ConAct in cooperation with the Israel Youth Exchange Council in the year 2009 was appreciated and common projects for 2010 were confirmed.
On a content level, the Mixed Commission dealt once more with questions concerning the multicultural societies of both countries - this time with a focus on Jewish life in and the integration of Jewish immigrants to Germany.
The Commission gladly registered that the field of German-Israeli exchange contacts with an increasing number of involved partners and planned youth and professional programs is continually growing. For 2010 the commission suggests more than 320 projects for funding.
Please find here the protocol of the meeting 2009:
in Hebrew and German
German Israeli Exchange Projects with youngsters from various cultural backgrounds
For 4 days more than 75 German and Israeli professionals of German-Israeli Exchange projects gathered in Berlin in order to take new steps: How do we conceptualize German-Israeli exchange projects, which take into deeper consideration the multicultural character of the young generations from both countries? Which are the challenges to face in order to offer a shared and meaningful commemoration of the Shoah to youngsters from differing cultural backgrounds? And how can we manage to purposely open up German-Israeli encounters for the multicultural societies in both countries?
The seminar offered informative lectures on selected groups of youngsters from Germany and Israel who may possibly be target groups to include more efficiently into German-Israeli exchanges: On the German side there were offered insights on youth with Turkish/Arab, Jewish or Russian background. Referring to the Israeli youth lectures informed about young migrants from Russia as well as about Arab youth in Israel. Moreover, creative workshops invited to reflect upon ones own personal identity and culture as part of a present multiculturality in any group and society. During a seminar day at the House of the Wannsee-Conference, current approaches of the culture of commemoration within multicultural contexts in Germany and Israel were presented and discussed.
Results of the seminar were complex: On the one hand the openness to consciously created German-Israeli exchange programs for youngsters from various cultural backgrounds was taken for granted, on the other hand this was being questioned regarding persuaded aims and sense. Especially regarding the issue of shared German-Israeli commemoration of the Shoah, the opening up for youngsters from different cultural backgrounds will implicate the challenge to include the various personal associations regarding the learning about National Socialism and the Shoah.
In workshops aspects regarding practical questions of preparation, planning and performance of youth meetings with youngsters from differing cultural backgrounds were collected and discussed. Many of these aspects will need further exploration and discussion in order to be turned into helpful advice for active organizations in Germany and Israel. ConAct is presently working on a documentation of the seminar in German and Hebrew, which will then be the basis of next steps to go.
ConAct is currently working on a method kit for “language animation” in the context of German-Israeli youth exchange. Two workshops took place in summer, where a trilingual team (German, Hebrew, and Arabic) of educators, teachers and facilitators working in the field of informal education worked together on a total number of 30 methods.
In a next phase we intend to road-test these methods and modify them if necessary. We aim at publishing the method kit by summer 2010 and make it available to everyone working in the field of German-Israeli youth exchange.
Participants as well as organizers considered the Writing Lab a great success: More than 50 texts were written during the short program. Many of them have great chances to be part of the book, planned for publication in 2010.
The Writing Lab has been part of a book project about Israel. ConAct in cooperation with the publishing house Neue Darmstädter Verlagsanstalt (NDV) – envisions publishing a book about Israel, written for young German readers. The book is meant not only to spark an interest in Israel but as well as providing basic knowledge about Israel’s history and present, society and life in Israel today.
Study-visit to Israel in cooperation with the German Federal Agency for Civic Education
These and other questions were asked by 20 young professionals from the field of youth work and education in Germany during their study visit to Israel. They heard lectures of younger Israelis with different personal and societal backgrounds and got to know Jewish and Arab projects for and with young people involved. The project offered great opportunities to collect additional knowledge and new ideas to be used for German-Israeli cooperational projects.
We thank the German Federal Agency for Civic Education for this successful cooperation and look forward to a next common project.
On October 14th the Israeli-German Friendship Society invited for an Israeli-German-Networking Forum to the Goethe Institute in Tel Aviv. Many people took interest in the event and made use of this opportunity to build contacts and connect within the field of bilateral German-Israeli relations – may it be in youth exchange, science, media or politics. In workshops, panel discussions and project presentations interested and active people in German-Israeli relations gathered in order to exchange points of view, knowledge and experience.
ConAct was also present at the Forum, offering a workshop on current developments in German-Israeli youth exchange, in cooperation with the Israel Youth Exchange Council. The workshop seemed to have interested a good number of people.
The Forum seemed to have been a good success, since it also drew the attention on the political level of both states. Dr. Dr. h.c. Harald Kindermann as the German Ambassador to Israel and Avi Primor, President of the Israeli-German-Friendship Society and former Israeli Ambassador to Germany, showed their support of the event.
The program 'Europeans for Peace' of the Foundation 'Remembrance, Responsibility and Future' promotes international projects within the context of partnerships between schools or non-school installations from Germany and Central, Eastern and South-Eastern Europe or Israel.
In the program year 2010/11 projects can apply dealing with the topic Human Rights in Past and Present.
Deadline for applications is January 15th 2010.
More information you can find here.
For further questions, please do not hesitate to contact us.
Yours sincerely
Your ConAct-Team
The activities of ConAct - Coordination Center German-Israeli Youth Exchange are supported by the Federal Ministry for Family Affairs, Senior Citizens, Women and Youth, in Cooperation with the federal states of Saxony-Anhalt and Mecklenburg-Vorpommern. ConAct works connected to the Protestant Academy Saxony-Anhalt.
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